... im Moment mache ich mir ein wenig Sorgen um meine Erdbeermilch!
[ Jan ]
Entschuldigt,dass ich mein Tagebuch zur Zeit so vernachlässige. Ich weiß, es gibt keine Entschuldigung dafür. Ich will mich bemühen...
Heute war ich gemeinsam mit Christoph beim Herrn Kommissar im Büro. Um Klartext zu sprechen: Er wird uns 3 Tage a 4h zur Verfügung stehen. Das heißt, wenn wir uns gut organisieren und es ihm einigermaßen Spaß macht, können wir noch ein paar Stunden Wochenende von ihm haben, für den Showdown. Das klingt für meine Begriffe erstmal sehr, sehr gut. Desweiteren ist mittlerweile etwas Licht da, wenn ich Andreas richtig verstanden habe. Das Team, das ich am Dienstag kennengelernt habe macht mir große Freude. Scheinbar sind alle motiviert und werden sich für die Geschichte begeistern. Hoffentlich klappt das auch wirklich alles so mit den Leuten...
Seit dem das Drehbuch fertig geworden ist, habe ich allgemein ein sehr gutes Gefühl, was unseren Film betrifft. Aber da sind noch viele Dinge, die eine große Unsicherheit bedeuten. Wo sehe ich die Probleme in dieser Produktionsphase?
Zunächsteinmal haben wir nicht mehr sehr viel Zeit. In einem Monat beginnt der Dreh und es gibt noch so viel zu tun. Da wäre einmal das Storyboard, dass ich die Tage vor allem mit Christoph, unserem Kameramann entwickeln werde. Das ist wichtig, damit wir am Set eine eindeutige Kommunikationsgrundlage haben und jeder in etwa weiß, was in meinem Kopf vorgeht (:-). Ohne einen detailierten Drehplan brauchen wir gar nicht zu starten. Das würde im Chaos enden - und das tut es sowieso. Montag 20:45 Uhr setzen wir uns mit der Produktion hin und basteln eine erste Variante - die Bedingung für alle weiteren Schritte. Drehortkoordinierung, Technik- und Personalmanagment. Und übrigens nächste Woche müssen wir die Drehorte für Februar klar machen. (bitte nochmal bei Tobbi anfragen, bleibt nach wie vor mein Wunschset) Die Animation des Fischs darf sofort beginnen (:-). Die Musik darf ab Dienstag komponiert werden. Die Technik muss am Institut und anderswo reserviert werden. Ich fahre die Tage nach Weimar, treffe mich dort erneut mit Herrn Reisch und versuche mal endlich einen Blick auf den Schienendolly zu werfen. Die ganzen Schauspieler der Nebenrollen müssen informiert werden... und,und,und
...jetzt die wirklich wichtigen Sachen: Ende Januar muß der Nachrichtenbeitrag und ein Zusammenschnitt ein paar krasser Polizei Szenen für Szene III.1. produziert werden. Außerdem sollten wir endlich einen Hersteller finden, der mit ca. 30-40 DV-Bänder versorgt, denn ohne die - kein Film...
Dennoch, ich bin optimistisch. Machen wir einfach alles Schritt für Schritt und eben gerade so gut, wie es uns am bestmöglichsten ist. Dann wird alles prima und wir bekommen den lustigen Film, den wir wollen.
Übrigens, ich möchte am ersten Drehtag, vor meinem ersten "BITTE" eine gekühlte Erdbeerilch trinken. Nur eine, eisgekühlt - das ist mittlerweile eine liebgewonnene Tradition. Es ist allerdings auch Tradition, dass dieses belebende Getränk nicht von mir selbst bezahlt wird, sondern sozusagen von einem Budget, wie klein es auch sein mag. Diese bedeutsame Symbolik ist nicht zu unterschätzen - liegt doch ein Zusammenhang nahe, zwischen dem Indikator "Erdbeermilch" und dem finanziellen Stabil unserer Produktion. (j.f.)