... an anderen Tagen, im Februar zum Beispiel, hätte ich geschrieen: Juhu, ich bin der erste, der sich heute ins Tagebuch verewigt. Nur muß ich zugeben, daß unser liebes Tagebuch etwas vereinsamt ist in den letzten Tagen ...
... aber sicher nicht, weil in den letzten Tagen nix passiert ist. Inzwischen sind fast alle Szenen im Kasten und über die Drehtage hinweg sind wir in den Besitz von immer mehr Knöllchen gekommen. Ich würde fast behaupten, wir haben sie liebgewonnen, sind sie doch ein begehrter Nebendarsteller in "Paul der Fisch" geworden - wenn sie nur die Produktionskosten nicht derart in die Höhe schießen lassen würden ;-(
Doch die Genugtuung naht mit jedem Tag, mit dem die Premiere näher rückt. Noch haben die Damen vom Ordnungsamt gut lachen, wenn sie unsere Fahrzeuge in Dreierreihe abkassieren, obwohl wir für nur 5 Minuten Lagebesprechung in die Praxis verschwunden sind.
Dienstag hatten wir eine Begegnung der dritten Art mit jenen bunt bedruckten Zetteln: wir parkten mit unserem roten Leiterwagen von der freiwilligen Feuerwehr mitten am Apothekerbrunnen und ließen Jan und Christoph in luftiger Höhe arbeiten, während wir uns mit umherlaufenden Passanten herumschlugen ... da kreuzen zwei alte Bekannte auf und wollen wieder ihre Knöllchen zücken, stecken sie aber flux wieder ein - Leute, Ihr solltet Eure Autos rot streichen, das scheint zu helfen ;-)
Das sind die fast schon die letzten Erlebnisse, die wir am Set machen konnten. Nur noch zwei Drehtage stehen auf dem Plan. Schade eigentlich, aber ich hab ja eh nur rumgestanden oder -gesessen ;-) - jetzt könnt Ihr nur noch tatenlos zusehen, was ich hier im Schnittlabor verbrocke.
Kurzer Statusbericht: es geht gut voran, fast finde ich schon kein Material zum Schneiden mehr; unter Tagesablauf verstehe ich inzwischen mittags aufstehen und früh morgens eine Mütze voll Schlaf nehmen - es ist eine wahre Freude den Film entstehen zu sehen, ihr dürft gespannt sein.