...denn morgen ist der letzte Drehtag. Einerseits erfüllt einen das natürlch mit einem gewissen Stolz auf das, was man bisher mit einem echt guten Team und oftmals viel Spaß geleistet hat und man erinnert sich an die Stunden mit Peter Nottmeier, die durweichte Nacht im Wald oder an einen Feuerball biblischen Ausmaßes unter den wachsamen Augen Ilmenauer Ordnungshüter. Andererseits aber isses auch langsam gut so. Denn bei manchen liegen die Nerven mittlerweile schon fast blank. Da will ich mich garnicht ausnehmen. Und so kommt es schon ab und zu vor, dass man die Stimmung bei so manchem Dreh der letzten Tage oder auch manchen Besprechung im kleinen Kreis als "gereizt" bezeichnen kann. Aber ich glaub das gehört dazu. Nicht zuletzt weil so mancher geistig schon in einer der nächsten Produktionsphasen ist, verschwimmen auch manchmal die Grenzen der eigentlichen Aufgabenbereiche. Und auch von Seiten der Uni macht sich langsam ein gewisser Unmut über unser rigoroses Ausleihen sämtlicher Technik und die unvermeidlichen Schadensmeldungen bemerkbar. Der eine oder andere will sich schon das Leben nehmen... Alles in allem glaub ich einfach, dass jetz langsam der Punkt erreicht ist, wo man sich erstmal allein ins stille Kämmerlein zurückziehen muss, ganz ohne Termindruck am Set oder ohne Probleme, wie fehlende Schauspieler, in letzter Sekunde bestellte Technik, Kostüm oder Requisite.