Heute war der Tag davor. Der Tag vor dem Dreh mit Peter Nottmeier. Da is man natürlich schon etwas aufgeregt. Wann kommt er denn jetz, wohin kommt er denn jetz, wer muss denn jetz wann wo sein. Etwas Hektik zog ein. Plötzlich hieß es, er kommt schon am Nachmittag. Oijoijoi! Nagut ich mach meine Zimmertür zu, dann sieht man Elend nicht! Von wegen: "Du Ralf können wir dem Peter den Trailer bei Dir zeigen?" ALARM! Alte Teller, der Produktionsmief von 14 Tagen, Kleidungsstücke, die noch nicht mal auf den Boden aufgeschlagen sind! O.k. o.k., aufräumen, aber die sponte Art: Schrank auf, Klamotten reingestopft, Schrank zu! Schließlich nochmal den Staubsauger kreisen lassewn und ich muss sagen, manchmal hat es auch sein Gutes, wenn ein deutscher Film- und Fernsehschauspieler zu Besuch kommt! Kleiner Witz! Zwischendurch waren der Jan und ich dann noch spontan in Heyda, um die Lage für morgen zu püeilen. Man will sich ja schließlich nicht blamieren. Und weil wir ja beim Film sind, bestellte der Jan spontan auch noch ein Bott bei mir, mit dem wir vom See aus Drehen können. Hmpfff... woher nhemen? Abhilfe schaffte schnell die Ilmenauer Touristik-Information, die mir bereitwilig die Adresse des Ilmenauer Seesportvereines raussuchte, wo uns nach ca. einer dreiviertel Stunde eifrigen Telefonierens bereitwillig eine 7 Meter 50 Schaluppe samt vier Mann Besatzung versprochen wurde. Plötzlich klingelte es dann an der Tür und Peter Nottmeier betrat zusammen mit dem Stafan Gail die Praxis! "Hallo ich bin der Peter!" sprachs und alles war gut. Abends trafen wir uns dann zuerst mal zu einem gemütlichen Essen im Superhotel in Gabelbach. Ex-Jagdhotel sozialistischer Wilhelm Tells und wie wir tags später erfahren sollten, das Gebäude mit weit und breit dem ersten Swimming Pool Südthüringens... was es nicht alles gibt! Nach einem doch recht übersichtlichen Mahl und einiger Scherzerei ("Kann ich bitte noch eine Komponente haben!") gings dann spontan in die Zentrale, die allerdings nicht überzeugen konnte. So landeten wir zu später Stunde im H-Club. Von der überschwänglichen Freundlichkeit und Zuvorkommenheit, die die Clubbesatzung dem Peter gegenüber an den Tag legte, sollte sie sich vielleicht für die Zukunft etwas bewahren. Man konnte denken man is in einem anderen Film. Dabei wars immernoch der gleiche... Naja, es wurde getanzt, getrunken und man hörte so manch unsichere Stimme aus einer dunklen Clubecke: "Das is doch der Hoecker von Switch, oder...?" Irgendwann wars dann auch gut mit Wein, Weib und Gesang, die Autogrammjäger wurden etwas aufdringlich und trotz des äußerst überraschenden Angabots seitens des Clubs, wir könnten doch auch gern noch etwas länger bleiben, entschied ich mich irgendwann, den Aufnahmeleiter raushängen zu lassen und das ganze jäh zu beenden. Alles in allem aber ein geiler Abend!