Nun sitze ich hier (mittlerweile 5:20 Uhr) mit dem Andy in meinem kleinen beschaulichen Zimmerchen in der Praxis und denke drüber nach, was ich als nächstes fürs Making Of schneiden soll. Andy hat vorgestern seinen Rechner zu mir auf den Couchtisch geschafft, von wo aus er seine Produzententätigkeiten erfolgreich abarbeitet und mich nebenbei beim MO unterstützt. Es is schon sehr hilfreich, jemanden da zu haben, dem man ab und zu mal was zeigen kann und der dann auch ein ehrliches Urteil abgibt.
Trotz der anfänglich doch sehr großen Angst, aus dem vorhandenen Material nix vernünftiges rauszukriegen oder es zeitlich nicht zu schaffen, sehe ich momentan etwas Licht am Ende des Tunnels. Allerdings hatte ich bisher leider viel zu oft das Gefühl, dass die Arbeit, die hier gemacht wird etwas belächelt bzw. unterschätzt wird. Und so kommt es schomal vor, dass man sich den blöden Sprüchen ahnungsloser Mitbürger aussetzen muss, wie z.B. "Vorsicht Sonnenlicht!" Auch das Betteln nach Bandmaterial und die Zeitverzögerungen, die sich so für mich ergeben, lassen mich das ganze im Moment nur mit gemischten Gefühlen betrachten. Sowas kann einen dann schon ganz schön frusten, nicht zuletzt, weil das MO ja zum selben Termin, wie der Film fertig werden soll, denn in der Bergfestwoche schneide ich keinen einzigen Frame mehr. Eigentlich nicht nur weil ich da keine Lust mehr drauf hab, sondern weils einfach nicht sein müsste. Naja, vielleicht hat die Präsentation einiger fastfertiger Szenen das Ganze ab heute in ein neues Licht gerückt. Es wäre auf jeden Fall ein Sch(n/r)itt in die richtige Richtung! Jedenfalls werde ich meinen Namen nicht unter ein halbfertiges, unter Zeitdruck beendetes, schlechtes Making Of setzen, für das ich mich noch in 20 Jahren schämen muss...